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Montag, 16. April 2012 |
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Für Hessens Abiturienten läuft der Endspurt. Egal ob noch G9 oder schon G8, der Tag der Entscheidung rückt näher: Was tun nach der Schule? Die doppelten Abiturjahrgänge verursachen einen noch größeren Ansturm auf die Universitäten und natürlich auf den Ausbildungsmarkt. Das bekommen alle Schulabgänger zu spüren, auch Nicht-Abiturienten. Wer in diesem Sommer seine Schullaufbahn beendet, sollte sich daher unter Umständen Gedanken um einen „Plan B“ machen. Eine sinnvolle Alternative zur direkten Bewerbung bei Uni oder Ausbildungsbetrieb, kann das Freiwillige Ökologische Jahr sein. Am 21. April findet in Wetzlar die jährliche Info- und Kontaktbörse zum FÖJ statt. Mit der Veranstaltung bietet die Naturschutz-Akademie Hessen die Möglichkeit, sich aus erster Hand über das FÖJ zu informieren und vom Facettenreichtum des FÖJ zu überzeugen. Von 10.00 bis 13.00 Uhr stehen Einsatzstellen und FÖJ-Teilnehmer/-innen aus ganz Hessen für Gespräche zur Verfügung. Die Infobörse ist der Auftakt zum Platzvergabeverfahren für das FÖJ 2012/2013. Der Odenwaldkreis engagiert sich seit 2 Jahren für das FÖJ und hat in Reichelsheim in der Abteilung Landschaftspflege und Naturschutz eine Einsatzstelle eingerichtet. FÖJ-Betreuer Hans Vogler wird zusammen mit der diesjährigen FÖJ-Teilnehmerin Tanja Beutel die Infobürse in Wetzlar besuchen, und gemeinsam wollen sie das Arbeitsfeld interessierten jungen Menschen vorstellen. Dabei wird Tanja Beutel insbesondere ihr Arbeitsprojekt vorstellen, wo sie Maßnahmen durchführt und Lösungen entwickelt, wie gebietsfremde Pflanzen (insbesondere verschiedene Knöterich- und Springkrautarten), die für den Natur- und Umweltschutz problematisch sind, eingedämmt werden können. Aber auch an Artenschutzprojekten für die WIldkatze, den Steinkauz, für Amphibien, Fledermäuse usw. ist sie beteiligt und setzt die Streuobstkartierung als Langzeit-Projekt fort, das von ihrer FÖJ Vorgängerin Leonie Hebermehl begonnen wurde. Das Freiwillige Ökologische Jahr ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr. Hier können jungen Menschen ein Jahr lang etwas für Umwelt und Naturschutz tun und gleichzeitig selbst profitieren: Indem sie erste Berufserfahrung sammeln, ihre Kompetenzen erweitern, sich ausprobieren und selbstständiger werden. Wer einen Freiwilligendienst absolviert, beweist Engagement und Zuverlässigkeit, das kommt bei Personalverantwortlichen gut an und kann den Berufseinstieg erleichtern. Anders als der Bundesfreiwilligendienst wird das FÖJ auch als praktischer Teil für die Fachhochschulreife anerkannt. Bewerben kann sich jeder, der die Schulpflicht erfüllt hat und noch keine 27 Jahre als ist. Weitere Informationen zum FÖJ gibt es unter www.foej-hessen.de oder direkt bei Hans Vogler in der Abteilung Landschaftspflege und Naturschutz Tel.: 06164 50556. |
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Montag, 16. April 2012 |
Informationen aus der Landwirtschaft / für die Landwirtschaft: Dr. Angela Homm-Belzer von der Arbeitsgemeinschaft Gewässerschutz und Landwirtschaft in der Region Starkenburg (AGGL) und Gerhard Didion vom Landwirtschaftsamt in Reichelsheim geben im gemeinsamen Monatsbericht Hintergrundinformationen über die in diesem Jahr besonders schwierige Bestandesführung von Wintergetreide. Die extrem kalten Tage im Februar und zu wenig Regen im März führten dazu, dass die Böden während des ganzen März weitgehend kalt und untätig blieben. Dies hatte auch Auswirkungen auf die Pflanzen: das Wurzelwachstum und damit auch die Regeneration der vom Februarfrost stark geschädigten Wintergetreidebestände kam nicht in Gang. In der ersten Märzdekade fielen nur zwischen 13 bis 20 mm Niederschlag. Das reichte nicht aus, um die Kälte aus dem Boden zu treiben. Wintergerste, aber auch Winterweizen zeigten oft starke Auswinterungsschäden. Dies betraf auch winterhärtere Weizensorten. Grund dafür war, dass im milden und feuchten Januar die Pflanzen wieder anfingen zu wachsen. Sie waren nicht abgehärtet, als Minustemperaturen von über -20° C über sie hereinbrachen. Der Monatsbericht der HLUG fasst die Wettersituation im Februar wie fogt zusammen: Viel zu kalt und erheblich zu trocken Der Gebietsniederschlag in Hessen betrug im Februar 17 mm und lag damit 66 % unter dem langjährigen Mittelwert für den Monat (Reihe 1971 - 2000). Damit war Hessen nach Rheinland-Pfalz das zweittrockenste Bundesland. Die Mitteltemperatur für Hessen lag im Februar bei -2,4 °C. Damit war der Monat Februar im Jahr 2012 um 3,2 °C kälter als im Mittel der Referenzperiode 1971 bis 2000. Zu Beginn des Monats lenkte Hoch „Dieter" in einem breiten Strom Kaltluft von Nordost nach Deutschland und sorgte damit für eine bitterkalte erste Monatshälfte. Atlantische Tiefdruckgebiete beendeten zur Monatsmitte die winterliche Periode.
Viel zu warm und erheblich zu trocken IM März... betrug laut Bericht des HLUG der Gebietsniederschlag in Hessen 14 mm und erreichte damit nur 23 % des langjährigen Mittelwertes für den Monat (Reihe 1971 - 2000). Der fast ununterbrochene Hochdruckeinfluss war maßgebend für den Witterungscharakter. Die Mitteltemperatur für Hessen lag im März bei 7,3 °C. Damit war der Monat März im Jahr 2012 um 2,9 °C wärmer als im Mittel der Referenzperiode 1971 bis 2000. Im Internet abrufbare Niederschlags-Messwerte direkt aus dem Odenwald liefert die  Weiter berichten Homm-Belzer und Didion: Stark ausgedünnte Bestände sind jetzt die Folge. Weniger als 120 Pflanzen/qm sind als kritische Bestandesdichte anzusehen. Beträgt die Pflanzendichte sogar noch weniger als 60 Pflanzen/qm ist eine wirtschaftliche Pflanzenproduktion nicht mehr möglich und es sollte umgebrochen werden. Je nach Standortverhältnissen bieten sich als Alternative verschiedene Kulturen an. In Gunstlagen können außer Sommergetreide auch Mais oder Körnerleguminosen, vielleicht sogar Rüben oder Kartoffeln, angebaut werden. In den höheren Lagen kommen nur noch Sommergetreide oder Silomais in Frage. Falls im Herbst Raps als Folgefrucht angebaut werden, scheidet selbst der Silomais aus, da er zu spät geerntet wird. |
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Freitag, 13. April 2012 |
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Im Odenwald hat sich nach einem Bericht in echo-online ein Gastronomischer Zusammenschluss als Förderverein "Odenwälder Apfel e.V." gegründet. Der Verein ist aus der "Apfelwein- und Obstwiesenroute" hervorgegangen, einem Dachverband, der sich in Hessen um die Förderung der Streuobstregionen kümmert. Die Regionalschleife Odenwald war eine der ersten "Routen" in Hessen und war 1996 auf dem Fronhof in Reichelsheim eröffnet worden. Nun streben die Mitglieder unter neuem Namen auch neue Ziele an, so der echo-online Bericht. „Wer sind wir? Was wollen wir? Was sind unsere Ziele?“ waren die Ausgangsfragen der Arbeitsgruppe zur Zukunft der ehemaligen Odenwälder Apfelwein- und Obstwiesenroute e.V.“ Bekanntlich gab es in der Vergangenheit Differenzen in der Vermarktung. Dem inzwischen umbenannten Förderverein Odenwälder Apfel gehören neben Apfelwinzern, Keltereien, Brennereien vor allem gastronomische Betriebe und Direktvermarkter an. Auch Imker und touristische Leistungsanbieter, Handwerksbetriebe und die Kreisverbände der Obst- und Gartenbauvereine und der Landschaftspflege finden in dem Verein eine Plattform für ihre Belange. Kommunen sind auch mit im Boot, stellen sie doch die Infrastruktur bereit. In der Hauptversammlung in Langenbrombach wurden nun die Ergebnisse der Gruppe vorgestellt; moderiert hat die Präsentation Kornelia Brauer, die als Geschäftsführerin der Odenwald Tourismus GmbH eng mit dem Verein zusammenarbeitet. „Wir haben versucht, eine breite Palette an Themen aufzubauen, sodass jeder sagen kann: Da find’ ich mich wieder“, sagte Brauer.
Die alte „Route“ wird zu Erlebnispunkten umgewandelt; Verkostungen könnten ein solcher Punkt sein. Kinder und Jugendliche sollen mit ansprechenden Veranstaltungen über Ernährung und regionale Produkte informiert, Netzwerke und touristische Angebote geschaffen werden. Auch der Erhalt der Odenwälder Kulturlandschaft liegt der Vereinigung am Herzen.
Das dominierende Thema ist und bleibt dennoch der Odenwälder Apfel und dabei die Frage, wie echte Regionalität von Apfelsaft, Apfelwein, Apfelbränden und sonstiger Spezialitäten aus Odenwälder Äpfeln gewährleistet werden kann. „Der Odenwald ist die Apfelweinregion in Deutschland“ heißt es in der Darstellung. „Die Odenwälder Apfelweine sind unverwechselbar“, argumentiert deshalb Armin Treusch, der den hiesigen Apfelwein in einer ähnlich guten Ausgangslage sieht wie beispielsweise den Cidre in der Normandie. Gerade die Weine, die aus alten Weinapfelsorten hergestellt würden, unterschieden sich stark von den „Allerweltsapfelweinen“. Ein einfacher Schoppen Apfelwein müsse aber gleichberechtigt neben einem Premium-Produkt stehen, befand Ulrike Michel zu diesem Thema.
Einstimmig beschlossen die Mitglieder dann das neue Leitbild des Vereins, der nun den Namen „Förderverein Odenwälder Apfel e.V." trägt. Dazu wurde von der Arbeitsgruppe auch ein entsprechendes Logo in Auftrag gegeben, das alle teilnehmenden Akteure auf Fahnen, Gläser, Servietten, Briefköpfe und mehr anbringen können.
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Freitag, 13. April 2012 |
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Die Dorferneuerung in Breitenbrunn beschäftigt sich in seiner "Themenwerkstatt" neben Verkehrsberuhigung und Limes insbesondere auch um Streuobstwiesen, wie echo-online berichtet. Streuobstwiesen sind ind Lützelbach und insbesondere im Ortsteil Breitenbrunn weit verbreitet, im Kreisreport des Odenwaldkreises wird Lützelbach neben Reichelsheim, Bad König und Brensbach mit rund 100 Hektar Streuobstfläche als Schwerpunkt des Streuobstbaus im Odenwaldkreis bezeichnet. Diesmal standen Themen wie Verkehrsberuhigung, Leerstände, Landschaftspflege, Tourismus und erneuerbare Energien auf der Tagesordnung. Den Istzustand erläuterte Dörte Meyer-Marquart, Fachbeauftragte für die Konzeption, unterstützt von Gabriele Stens vom Odenwaldkreis. Die großen Vorteile aller drei Dörfer, so das Fazit, sind ihre idyllische Lage und die – meist von den Vereinen gestützte – gute Dorfgemeinschaft. Streuobstwiesen und Limes sind ebenfalls Pluspunkte, bedürfen jedoch einer dringenden Aufwertung. Die Arbeitsgruppe Streuobstwiesen regte an Baumpatenschaften zu gründen. Ungenutzte Bäume könnten Interessierten, die gleichzeitig die Pflege übernehmen, zur Verfügung gestellt werden. Streuobst als eines der Markenzeichen der Region aufzuwerten und besser zu vermarkten, wurde gleichfalls angeregt. |
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Sonntag, 1. April 2012 |
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Petra und Hans-Joachim Vogler aus dem Odenwaldkreis hatten die Hessischen Pomologen diesmal nach Südhessen eingeladen, genauer nach Mitlechtern in die Kulturscheune der Familie Schaab. Anlass dafür war, dass der Odenwälder Spitzrabau vom Pomologenverein zur „Hessischen Lokalsorte des Jahres 2012“ gekürt wurde. Echo-online berichtet über die Veranstaltung:
Diese Apfelsorte galt lange als verschollen, dabei wurde sie noch 1915 im „Obstsortiment für die Provinz Starkenburg“ für das Klima des Odenwaldes besonders empfohlen. Doch mit der Vernachlässigung der heimischen Streuobstwiesen geriet auch der Spitzrabau zunehmend in Vergessenheit. Immer mehr ersetzte in der Nachkriegszeit genormtes Spalierobst die regionalen Sorten. Erst 2008 tauchte der Spitzrabau, auch „Spitze Graue“ oder „Grauspitz“ genannt, bei der Süddeutschen Obstausstellung in Neckargemünd wieder auf. Dem Ehepaar Vogler gelang es, in der Region einige betagte Bäume dieser selten gewordenen Sorte zu finden. Der Gang über Streuobstwiesen rund um Mitlechtern zeigte den Pomologen – sprich, den Obstbaukundlern – deutlich, wo Handlungsbedarf für ihre Zunft bestand. Der alte Baumbestand war teilweise so stark von Misteln befallen, dass es aussah, als seien die Bäume schon voll belaubt. Mangelnde Pflege und Schädlingsbefall geben alten Apfelbäumen dann oft den Rest. An vielen Stellen war der Bestand überaltert, es wurden keine Bäume nachgepflanzt. Gehen die Alten spätestens nach 100 Jahren ein, ist die Streuobstwiese samt lokalen Sorten darauf verloren.
Link zum Faltblatt des Pomologenvereins |
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Mittwoch, 1. Februar 2012 |
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Ein bemerkenswertes Schauspiel findet in diesen Tagen in Bockenrod, einem Ortsteil von Reichelsheim im Odenwald statt: dort entsteht durch den Einstau der Gersprenz vorübergehend ein künstlicher See mit etwa 70.000 Kubikmeter Wasser auf einer Fläche von über 60.000 Quadratmeter, wie die Pressestelle des Regierungspräsidiums Darmstadt mitteilt. Damit will der Wasserverband Gersprenzgebiet am 2010 fertiggestellten Retentionsraum Bockenrod die Sicherheit des Dammbauwerks allgemein, die Standfestigkeit des Erdbauwerks und die Funktionsfähigkeit der Stautechnik überprüfen. Der Einstau wird vom Regierungspräsidium Darmstadt und vom Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie begleitet.
Der Retentionsraum in Bockenrod wurde 2007 vom Regierungspräsidium Darmstadt genehmigt. Die Kosten für das Dammbauwerk und der dazugehörigen Objektschutzmaßnahmen betrugen 2,65 Mio. Euro, das Land Hessen hat sich daran mit rund 1,96 Mio. Euro beteiligt. Wie das Regierungspräsidium als Genehmigungs- und Überwachungsbehörde mitteilt, schreiben die technischen Regelwerke für Talsperren und Hochwasserrückhaltebecken nach ihrer Errichtung den sogenannten Probestau vor. Vorbereitet wird dieser durch die Aufstellung eines umfangreichen Probestauprogramms. Dort werden u.a. die Stauziele, das Mess- und Überwachungsprogramm, Melde- und Warnwege festgelegt. Der Einstau erfolgt stufenweise bis mindestens 80 % der maximalen Einstauhöhe erreicht ist und bleibt 3 Tage erhalten, bevor langsam wieder abgestaut wird. Diese Einstauzeit ist länger als die Einstauzeiten der zu erwartenden Hochwasserereignisse. Vor, während und nach dem Einstau wird an der Anlage in Bockenrod mehrmals täglich das Drainagewasser an der luftseitigen Dammseite gemessen und auf Trübungen untersucht, wodurch die ordnungsgemäße Herstellung des Damm-Stützkörpers festgestellt werden kann. Während des Einstaus wird auch fortlaufend der Wasserstand kontrolliert und die Abflussmenge, um die vorgeschriebene Mindestwasserabgabe während der Einstauphase einzuhalten. Auch visuell wird der Damm ständig auf mögliche Veränderungen begutachtet. Nach Vollendung des Probestaues schließt sich eine detaillierte Vermessung des Dammes an, wobei Setzungen und Verschiebungen erkannt werden können. Wie das Regierungspräsidium weiter mitteilt, kann der Probestau aufgrund naturschutzrechtlicher Vorgaben nur in bestimmten Zeitabschnitten erfolgen. Die Sommerzeit scheidet aus, um Schäden an landwirtschaftlichen Flächen zu vermeiden. Die Winterzeit ist auch aufgrund des hohen Wasserdargebotes vorteilhaft, denn das Becken muss ja gefüllt werden. Kritisch wird es, wenn Hochwasser zu erwarten ist, dann muss das Vorhaben ggf. verschoben werden, um die Hochwasserschutzwirkung des Beckens zu erhalten.
Nach den Retentionsräumen in Groß-Zimmern und Groß-Bieberau, die ebenfalls vom Wasserverband Gersprenzgebiet betrieben werden und mit Unterstützung des Landes Hessen gebaut wurden, soll ein 50-jährliches Hochwasserereignis an der Gersprenz beherrscht werden. Eine erste Bewährungsprobe hatte der Retentionsraum in Bockenrod jedoch bereits beim Hochwasserereignis im Januar 2011, als er für eine kurze Zeit stark einstaute und so dazu beitrug, größere Schäden in bewohnten Bereichen unterhalb zu vermeiden. Weitere Informationen: 
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Donnerstag, 9. Februar 2012 |
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Wetterrückblick: Januar 2012 mild und nass! Von Sturm und Regen bis hin zur eisigen Kälte ab Monatsende war alles dabei. In den meisten Gemarkungen des Odenwaldes fielen über 100 mm Niederschlag, das waren 25 bis 30 % mehr als im langjährigen Mittel. Da mit dem Februar für die Landwirtschaft im Odenwald die Vegetationsperiode beginnt, trafen sich dieser Tage die Fachberater der Arbeitsgemeinschaft Gewässerschutz und Landwirtschaft (AGGL) und die Leiterin Elsbeth Kniß des Landwirtschaftsamtes mit Ihren Mitarbeitern aus den Fachabteilungen Landwirtschaft und Landschaftspflege-Naturschutz in Reichelsheim, um die Informationen abzustimmen, die an die Landwirte aus produktionstechnischer Sicht und aus Sicht der Umweltbelange des Wasser- und Bodenschutzes weiterzugeben sind. "Januar 2012 mild und nass! Von Sturm und Regen bis hin zur eisigen Kälte ab Monatsende war alles dabei. In den meisten Gemarkungen des Odenwaldes fielen über 100 mm Niederschlag, das waren 25 bis 30 % mehr als im langjährigen Mittel," resümierte Angela Homm-Belzer (AGGL) die witterungsbedingte Ausgangslage für die Landwirtschaft in diesem Jahr.
So könnte zwar ab dem 1. Februar auch organischer Dünger wie Gülle wieder ausgebracht werden, es gilt jedoch für die Landwirte zu beachten, dass nach den Vorschriften ab dem 1. Februar Düngemittel mit wesentlichem Gehalt an Stickstoff nicht ausgebracht werden dürfen, wenn der Boden überschwemmt, wassergesättigt, durchgängig höher als 5 cm mit Schnee bedeckt oder gefroren ist und im Laufe des Tages nicht oberflächig auftaut. Beim Aufbringen ist dafür zu sorgen, dass kein Abschwemmen in oberirdische Gewässer erfolgt. Auch wenn die Vegetation augenscheinlich noch Winterschlaf hält, stellt eine mäßige Güllegabe auf aufnahmefähigem Boden keine Umweltgefährdung dar. Denn Gülle verbindet sich mit den Bodenteilchen und zersetzt sich erst mit zunehmender Bodentemperatur. Diese Mineralisation beginnt erst ab 8°C Bodentemperatur. Das kann im unteren Gersprenztal schon im April sein und verschiebt sich mit zunehmender Höhenlage bis in den Mai. Ein weiteres wichtiges Datum ist der 15. Februar, denn an diesem Tag enden die Erosionsschutzregelungen zur Bodenbearbeitung. Ab dem 16. Februar darf auch in Hanglagen wie-der gepflügt werden. Seit dem Jahr 2010 gelten umfangreiche Regelungen für erosionsgefährdete Flächen. |
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